Was ist Typ-1-Diabetes?

Patientinnen und Patienten mit Typ-1-Diabetes sind von einer Fehlfunktion des Immunsystems betroffen. Dieses greift die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie. Dadurch müssen Betroffene mehrmals am Tag Insulin spritzen, um ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Gesundheitliche Langzeitschäden sind trotz bester Blutzuckereinstellungen häufig nicht zu vermeiden. Bislang gibt es keine Heilung für Typ-1-Diabetes und der Erkrankung kann auch nicht durch gesunde Ernährung oder einen aktiven Lebensstil vorgebeugt werden.

Etwa 1 von 250 bis 300 Kindern in Deutschland entwickelt Typ-1-Diabetes. Bei Kindern mit einem hohen genetischen Risiko entwickeln sogar 1 von 10 die Erkrankung. Typ-1-Diabetes kann somit jeden treffen.

Unsere Studien helfen, Typ-1-Diabetes schon im Frühstadium zu erkennen und gefährliche Folgen zu verhindern.

Was ist Typ-1-Diabetes?

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Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler © Helmholtz Zentrum München

Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München

Leiterin der Initiative "A World Without 1"
E-Mail: aww1@helmholtz-muenchen.de

Das Wichtigste in Kürze:

Es gibt derzeit keine Heilung.

Der Ausbruch der Krankheit kann bisher
nicht verhindert werden.

Typ-1 ist eine Autoimmunerkrankung und entsteht nicht durch einen ungesunden Lebensstil.

An einem Typ-1 ist niemand schuld.
Weder die Kinder noch die Eltern haben
etwas falsch gemacht.

Betroffene brauchen jeden Tag Insulin,
um zu überleben. 

Typ-1 ist keine familiäre Erkrankung, 
sondern kann jeden treffen.  

Der beeinträchtigte Stoffwechsel schädigt
verschiedene Organsysteme und begrenzt die Lebenserwartung.  

Typ-1 ist nicht Typ-2.

Typ-1-Diabetes ist nicht ansteckend. 

Doch wir forschen, entwickeln und kämpfen, damit Typ-1-Diabetes in Zukunft früher erkannt und dem Ausbruch der Krankheit vorgebeugt werden kann.
Denn unser Ziel ist eine Welt ohne 1!

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Mehr zum Risikoscreening
www.gppad.org

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Mehr zur Früherkennung in Bayern 
www.typ1diabetes-frueherkennung.de

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Mehr zur Früherkennung in Niedersachsen
www.fr1dolin.de

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www.fr1dolin.de

 

Weitere Informationen rund um Typ-1-Diabetes finden Sie auch auf dem Diabetesinformationsportal des Helmholtz Zentrums München, des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung: www.diabinfo.de

Welche Symptome treten bei Typ-1-Diabetes auf?

Typ-1-Diabetes im Frühstadium bleibt meist lange Zeit unbemerkt, das betroffene Kind fühlt sich gesund und zeigt keinerlei Symptome. Erst wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist, äußert sie sich u.a. in Form von Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, starkem Durst, häufigem Harndrang und Azetongeruch in der Atemluft. Unbehandelt kann es im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung, einer Ketoazidose, kommen. Unsere Studien helfen, Typ-1-Diabetes schon im Frühstadium zu erkennen und gefährliche Folgen zu verhindern.

Kann man Typ-1-Diabetes durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen?

Bislang liegen keine gesicherten Daten vor, dass Typ-1-Diabetes durch einen gesunden Lebensstil vorgebeugt werden kann.

Was sind Typ-1-Diabetes-Antikörper bzw. was ist ein Typ-1-Diabetes-Frühstadium?

Typ-1-Diabetes-Antikörper, auch als Inselautoantikörper bezeichnet, sind Zeichen einer Entzündung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse; sie können bereits Jahre bevor es zu einem Insulinmangel und zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels kommt, im Blut nachgewiesen werden. Durch den Nachweis von Inselautoantikörpern kann ein Frühstadium erkannt werden, bevor es zu Symptomen kommt. In diesem frühen Stadium fühlen sich die Betroffenen völlig gesund und zeigen keine Auffälligkeiten im Blutzucker, die auf eine Erkrankung hindeuten könnten. Im Verlauf entsteht jedoch aus dem Frühstadium die klinische Erkrankung mit Symptomen. In welchem Zeitraum diese Weiterentwicklung erfolgt, ist allerdings sehr unterschiedlich.

In welchem Alter tritt Typ-1-Diabetes auf?

Typ-1-Diabetes kann prinzipiell zu jedem Zeitpunkt im Leben auftreten. Etwa die Hälfte der Betroffenen entwickelt die klinische Erkrankung im Erwachsenenalter. Doch die Inselautoantikörper, das Frühstadium der Erkrankung, bilden sich in aller Regel bereits in der frühen Kindheit. Das häufigste Auftreten der klinischen Erkrankung wird momentan in der Altersgruppe zwischen den 10- und 14-Jährigen beobachtet.

Welche Behandlung gibt es für Typ-1-Diabetes?

Als Behandlung müssen sich Betroffene jeden Tag mehrfach Insulin spritzen. Mittlerweile sorgen technische Entwicklungen zwar für deutliche Verbesserungen in der Diabetesversorgung, aber heilbar ist die Erkrankung noch nicht. Moderne Sensoren und Pumpen erleichtern den Umgang mit der chronischen Erkrankung und es wird intensiv an sogenannten Closed-Loop-Systemen getüftelt, durch die das Diabetes-Management quasi von alleine ablaufen soll. Außerdem wird daran gearbeitet neue Behandlungsansätze im Frühstadium zu entwickeln, die versuchen die klinische Erkrankung zu verhindern oder deren Ausbruch zumindest zu verzögern. Ein Beispiel dafür sind unsere Studien POInT und Fr1da-Insulin-Intervention.

Wie erfolgt die Diagnose für Typ-1-Diabetes?

Die Diagnose erfolgt in der Regel über die Feststellung erhöhter Blutzuckerwerte und das Auftreten von Symptomen. Allerdings müssen bei der Diagnose nicht immer Symptome vorhanden sein.

Ob etwas mit dem Zuckerstoffwechsel nicht stimmt, lässt sich anhand des Nüchternblutzucker-Wertes bestimmen. Liegt er zwischen 100 und 125 mg/dl, ist er erhöht – normal sind Werte unter 100 mg/dl. Außerdem gibt es den oralen Glukosetoleranztest (oGTT), um Diabetes eindeutig zu diagnostizieren. Dazu muss nach der nüchternen Blutabnahme in Wasser gelöste Glukose aufgenommen werden. Zwei Stunden später wird erneut Blut abgenommen. Liegt dieser Wert über 200 mg/dl, hat die Person Diabetes.

Einen Hinweis auf Typ-1-Diabetes kann auch der Langzeitzuckerwert (Hämoglobin A1c-Wert, HbA1c) liefern. Er zeigt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der vergangenen zwei Monate in Prozent an. Bei einem Wert über 6,5 Prozent liegt womöglich ein Diabetes vor.

Was ist A World Without 1?

A World Without 1 steht für die Bemühungen zahlreicher Forschungsinstitutionen, eine Welt ohne Typ-1-Diabetes zu erreichen. Dazu werden zum Beispiel Untersuchungen zur Erkennung eines erhöhten Typ-1-Diabetes-Risikos oder eines Typ-1-Diabetes im Frühstadium durchgeführt und Möglichkeiten zur Vorbeugung untersucht.

Viele akademische Forschungseinrichtungen und Kliniken unterstützen A World Without 1. Federführend ist das Helmholtz Zentrum München.

Wie kann ich A World Without 1 unterstützen?

Vielen Dank, dass Sie uns bei der Erreichung unseres Ziels einer Welt ohne Typ-1-Diabetes helfen möchten! Neben einer Studienteilnahme können Sie uns auch finanziell unterstützen und uns eine einmalige oder regelmäßige Spende zukommen lassen. Eine Spende an A World Without 1 ist gemeinnützig und steuerlich absetzbar. Ihre Spende fließt direkt in die Typ-1-Diabetes-Forschung.

Außerdem können Sie unsere Initiative unterstützen, indem Sie Familie und Freunden von unserer Forschung und den Studien erzählen. Wenn Sie mögen, folgen Sie uns doch bei Facebook, Twitter oder Instagram und teilen unsere Beiträge.

Wie kann ich A World Without 1 unterstützen?

Vielen Dank, dass Sie uns bei der Erreichung unseres Ziels einer Welt ohne Typ-1-Diabetes helfen möchten! Neben einer Studienteilnahme können Sie uns auch finanziell unterstützen und uns eine einmalige oder regelmäßige Spende zukommen lassen. Eine Spende an A World Without 1 ist gemeinnützig und steuerlich absetzbar. Ihre Spende fließt direkt in die Typ-1-Diabetes-Forschung.

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